4.
April

Kaffee?!

Ich bekenne mich hier mal als absolut leidenschaftlicher Kaffeetrinker. Das Trinken von Kaffee hat schon wärend der Ferienjobs begleitend zum Abitur angefangen, wurde wärend des Studiums weiter ausgebaut und im Büro nahm es dann ungeahnte Ausmaße an. Ich trinke meist schon Morgens einen Kaffee oder Cappuccino, zum Teil auf dem Weg zur Arbeit, spätestens aber wenn ich dort gerade meinen Laptop hochfahre. Irgendwann habe ich mich dann gefragt, ob das schwarze Gebräu Auswirkungen auf mein Training hat. Irgendwelche Einflüsse, Positive oder Negative, zumal ich gerne noch eine kurze Zeit vor dem Lauftraining eine Tasse zu mir nehme.

Nun, es wird immer wieder berichtet, dass Kaffee, bzw. das darin enthaltene Koffein, die körperliche Leistungsfähigkeit verbessert. Einige Studien besagen, dass bei Ausdauersportarten die Erschöpfung spürbar später eintritt. Untersuchungen zeigen, dass etwa 3 bis 6 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht als Dosis für eine optimale Steigerung der Ausdauerleistungsfähigkeit ausreicht. Dem Zugrunde liegt die Annahme, dass Koffein in den Muskelzellen die Aktivierung von Kalzium beeinflusst. Dies könnte die Muskelkontraktion und Ausdauer erhöhen, die Signalübertragung der Nervenzellen auf dem Muskel verbessern und so die Maximalkraft steigern. Möglicherweise steigert Koffein zudem die Konzentrationsfähigkeit und verringert die Müdigkeit. Dies kann so das Leistungsvermögen insgesamt steigern. Darüber hinaus wird Kaffee auch nachgesagt, dass er die Fettverbrennung ankurbelt, na dann!

Doch nicht alle Meinungen sind nur Positiv. Koffein vor dem Sport genossen kann das Herz ebenso negativ beeinflussen. Wissenschaftler fanden heraus, dass die Herzdurchblutung bei sportlicher Belastung durch den vorherigen Genuss von Kaffee eher verschlechtert wird, als dass sie sich verbessert. Dies wird bei Sport in höheren Regionen, wie es beim Bergsteigen, Wandern oder Skifahren vorkommt noch verstärkt. Dabei sind zwei Tassen Kaffee, etwa 200 mg Koffein, laut einer Studie schon zu viel.

Eine eindeutige Empfehlung dazu ist also schwer zu formulieren und trifft nicht auf Jedermann zu. Ich halte es wie mit vielen Dingen, ich höre auf mein Gefühl. Eine kleine Tasse Kaffee oder einen Milchkaffee habe ich selten wärend eines anschließenden Laufs bemerkt. Zudem denke ich häufig an die besten Momente wärend der harten Bike-Touren am Garda-See zurück. Dies sind häufig die kurzen Stopps in einem kleinen Dorf oder an einer Bergstation, die ich zur Erholung gemeinsam mit meinem Trainingspartner bei einem perfekt zubereiteten Cappuccino in der Sonne verbracht habe, bevor wir uns zum nächsten Anstieg in den Sattel geschwungen haben.

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