Mit ‘laufen’ getaggte Artikel

23.
April

Training nach Krankheit???

Wie man sehen, oder besser nicht sehen kann, hat es mich ordentlich erwischt und in meinem täglich-blog-Vorhaben carsten-klinkert.de klafft schon zu Beginn eine ordentlich Lücke: Krankheit ist die Ursache, und zwar kein kleiner Schnupfen sondern das volle Programm inklusive langer Antibiotikum-Einnahme. Tagelanges Liegen und das Gefühl überhaupt nicht fit zu sein bestimmte die letzten Wochen. Es ist sogar so, dass ich nun, nachdem die Krankheit abgeklungen ist, immer noch das Gefühl habe, dass ich nicht 100%ig leistungsfähig bin. Nach meiner Tätigkeit im Büro komme ich nach Hause und schlafe gute zwei Stunden tief durch. Das habe ich noch nie gehabt!

Jetzt stellt sich mir die Frage, wie wieder mit dem Training beginnen, wenn man wirklich lange krank war? Wieviel Belastung verträgt man? Soll ich schon wieder mit dem Laufen beginnen, oder ist die Immunabwehr noch zu geschwächt um ein Läufchen zu vertragen? Soll ich gleich wieder zu meinem alten Trainingsplan zurückkehren und alles wird wie vorher?

Nein, meine erste Erkenntnis, nachdem ich mich im langen Treppenhaus im Büro getestet habe und mit einem Herzschlag bis unter das Kinn oben angekommen bin, ist Folgende: Nach langer oder schwerer Erkrankung inkl. intensiver Medikamenteneinnahme kann man den gewohnten Trainingsablauf erst einmal vergessen! Langsam wieder anfangen ist die Devise, hier geht man am besten mit Vernunft an die Sache ran. Erst einmal muss das Immunsystem wieder in Top-Form sein. Insbesondere nach langer Antibiotika-Kur sollte man dem Körper noch einige Zeit Ruhe gönnen. Also nach der letzten eingenommenen Pille ruhig noch einige Tage, besser eine Woche, Pause machen. Dann darf man langsam, mit nicht zu viel Ehrgeiz ins Training einsteigen und sollte dabei auf sein Gefühl achten. Ist man zu sehr angestrengt, heißt es aufhören! Gerade zu Beginn reicht es vollkommen aus eine halbe Stunde locker zu traben, eine Stunde ohne Belastung Rad zu fahren, oder zu walken. Weniger ist hier mehr. Beim Krafttraining ist ebenfalls ein langsamer Start zu bevorzugen. Eine halbe Stunde nach lockerem Aufwärmen mit deutlich weniger Intensität und Belastung ist ein guter Einstieg. Sportlern, die auf ein Split-Training setzen, empfehle ich einmal bewusst einige Wochen auf ein lockeres Ganzkörper-Training umzusteigen, bis Sie sich wieder voll belastbar und fit fühlen.

Erst wenn einem auch im Kopf die zurückliegende Krankheit nicht mehr belastet und sie einem nicht nach jedem Trainingsversuch durch das Gefühl hoher Erschöpfung ins Gedächtnis zurück gerufen wird, dann ist man fit genug für einen neuen intensiven Trainingsplan. Denn nichts ist ärgerlicher, als durch den eigenen früh wieder einsetzenden Ehrgeiz erneut ein paar Wochen pausieren zu müssen. Für mich heißt das i Klartext: Morgen erstmal 30 Minuten locker Traben!

 
3.
April

Wunsch und Wirklichkeit

Die meisten Kunden, die sich bei mir melden, äußern zunächst einmal Wünsche: 10 Kilo abnehmen, ein wohl definiertes Sixpack, mehr Ausdauer oder eine Figur, wie das Cover-Model der September-Ausgabe des einschlägigen Frauenmagazins, werden dabei nicht selten genannt. Doch wie schaffen wir das? Aus dem Wünschen müssen Ziele werden, und zwar Ziele, die wir auch erreichen können! Realistische Vorstellungen müssen her, dies ist nicht nur im Sport oder in der Ernährung so und ist der erste Baustein für den Erfolg.

Nehmen wir mal das Laufen als Beispiel. Niemand kann vom Laufanfänger in 6 Wochen zum Marathonläufer werden. Ok, es gibt immer wieder Berichte von Leuten die aus dem Stand Marathon gelaufen sind. Der Trainer ist ein Laufexperte und der Aspirant hatte vor drei Wochen noch 10 Kilo mehr auf den Rippen. Er lief, oder eher ging, die 42 Kilometer in einer nicht nennenswerten Zeit. Immerhin! Aber zu welchem Preis? Ging es Ihm hinterher gut? Was machen seine Knie eine Woche nach dem Wettbewerb?  Hat es Ihm tatsächlich Spaß gemacht und ist sein Wunsch erfüllt?

Ein blutiger Laufanfänger sollte doch erst einmal gesund Laufen lernen, sein Wunsch einen Marathon zu laufen vielleicht etwas unterorden und ein für Ihn erreichbares Ziel anvisieren. Dabei ist es nicht unerheblich, die hoch gesteckten Ziele gemeinsam mit einem erfahrenen Trainer in Teilziele zu formen und niederzuschreiben.

In 4 Wochen eine dreiviertel Stunde am Stück locker Joggen? Ok! In 6 Monaten 10 Kilometer in einer Stunde laufen? OK! In einem Jahr Halbmarathon? Ok.  In zwei Jahren Marathon? Bestens!